Parodontitis

Eine der häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle ist die Parodontitis. Sie stellt den entzündlichen Abbau des Zahnhalteapparates (das Parodont) durch Bakterien dar.

Die entzündliche Erkrankung beginnt nicht etwa im Erwachsenenalter, wie ursprünglich vermutet, sondern bereits im Teenageralter und führt sozusagen zum Abbau des Zahnfundamentes. Ursache dafür ist nicht etwa eine genetische Vererbung, sondern die Übertragung der Erreger von den Eltern auf die Kinder. Bei diesen bildet sich die Mundflora in den ersten vier Lebensjahren aus und bleibt ein Leben lang stabil, wenn man sie nicht durch äußere Maßnahmen, wie z.B. regelmäßige professionelle Zahnreinigungen, verstärkte häusliche Mundhygiene, Zahnversiegelungen und Fluoridierungen verbessert.


Mit zunehmendem Alter können Funktionsstörungen im Kausystem, Störungen im allgemeinen Stoffwechsel, Stress, Alkohol- sowie Nikotinmissbrauch und mechanische Traumen den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen.


Zwischen 60 und 70 % aller Zahnverluste werden durch eine Parodontitis verursacht. Aber diese Erkrankung führt nicht nur zu Zahnverlust, sondern hat auch andere weitreichende Folgen. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass durch eine chronische Parodontitis das Risiko für Schlaganfälle, koronare Herzerkrankungen und Diabetes mellitus erhöht wird. Auch bei Frühgeburten konnten Zusammenhänge mit Parodontitis festgestellt werden.

Was oft unscheinbar mit einem Zahnfleischbluten beginnt, mit einem Knochenabbau fortschreitet und dem daraus resultierenden Zahnausfall endet, ist lediglich ein Schutzmechanismus des Körpers der Entzündung auszuweichen. Das Hauptproblem der Parodontitis ist, dass diese Entzündung schmerzfrei von statten geht und man erst darauf aufmerksam wird, wenn sich das Zahnfleisch zurückzieht oder die Zähne eine erhöhte Lockerung aufweisen. Meist ist dann ein Stadium erreicht, bei dem gleich mehrere Zähne entfernt werden müssen, um dem Fortschreiten der Erkrankung Einhalt zu gebieten und damit hygienische Verhältnisse zu schaffen. Soweit muss es aber nicht kommen!

Mit dem heutigen Wissensstand der modernen Zahnmedizin kann eine Parodontitis frühzeitig erkannt werden, denn mittlerweile sind die Haupterreger bekannt.

Folgende Hilfsmittel stehen uns heute zur Verfügung

  • Frühzeitige Beratung schon während der Schwangerschaft und Reduzierung der krankheitserregenden Bakterien
  • Anleitungen, um die häusliche Mundhygiene auf einem hohen Niveau zu betreiben
  • Frühdiagnostik durch spezielle Bakterientests
  • Schonende Entfernung harter Ablagerungen auf der Wurzeloberfläche mittels Key3-Laser
  • Schmerzfreie Sterilisation der Zahnfleischtaschen mittels Diodenlaser
  • Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen evtl. mit einer Taschendesinfektion mittels photodynamischer Therapie

 

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